Abschnittsübersicht
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Willkommen im Spezialisierungsmodul 1: Schüler:innen mit Migrationsbiografie und von ethnischen Minderheiten
Willkommen im Spezialisierungsmodul 1 des TUTOR-Kurses!
In diesem Modul geht es um das Lehren und Lernen in kulturell vielfältigen Klassen - mit Blick auf Migration und ethnische Zugehörigkeit.
Es baut auf den Grundlagen des Einführungskurses auf und vertieft Ihre Kompetenzen im Umgang mit kulturell, rassifiziert und ethnisch diversen Lernumfeldern. Sie beschäftigen sich damit, wie schulisches Lehren und Lernen unter Bedingungen von Migration, Mehrsprachigkeit, religiöser Vielfalt und sozialer Ungleichheit gelingen kann – und was das konkret für Ihre Rolle als Lehrperson bedeutet.
Im Mittelpunkt steht die Einsicht: Vielfalt ist keine Ausnahme – sondern Realität. Inklusive Bildung erfordert daher nicht nur individuelle Förderung, sondern auch eine kritische Reflexion von pädagogischen Konzepten, Unterrichtsmaterialien und institutionellen Strukturen. Dieses Modul bietet Ihnen das theoretische, methodische und reflexive Rüstzeug, um dieser Herausforderung professionell zu begegnen.
Sie wenden diese Perspektiven auf Ihre eigene Praxis an: Sie analysieren Ihre Materialien und Methoden, reflektieren interkulturelle Dynamiken im Klassenzimmer und entwickeln konkrete Lehrstrategien für heterogene Lerngruppen.
Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Ihre Schüler:innen – sondern auch auf Sie selbst: auf Ihre eigenen Prägungen, Haltungen und Handlungsräume. Denn Veränderung beginnt im Klassenzimmer – aber auch bei der eigenen professionellen Weiterentwicklung.
Sie lernen:
- Schüler:innen mit Migrationsbiografie, Fluchterfahrung oder im Asylverfahren gezielt zu unterstützen
- interkulturelle Unterschiede im Lernverhalten wahrzunehmen und respektvoll darauf zu reagieren
- zu erkennen, wie sich Identitätsmerkmale wie Ethnie, Sprache, Religion, Geschlecht und sozioökonomischer Status überschneiden und Schüler:innenerfahrungen beeinflussen
- das kulturelle Bewusstsein der Schüler:innen zu stärken und ihre Lebensrealitäten sichtbar zu machen
- inklusive Aktivitäten zur Förderung von Dialog, Empathie und Gleichwertigkeit zu gestalten,
- intersektionale Perspektiven in Unterricht und Klassenführung anzuwenden
- inklusive und diskriminierungskritische Lehrmethoden anzuwenden
- kultursensibles Unterrichtsmaterial einzusetzen
Wir freuen uns auf Ihre Perspektiven, Erfahrungen und Beiträge – und wünschen Ihnen eine erkenntnisreiche, praxisnahe und reflektierte Lernetappe auf Ihrem Weg zu einer diskriminierungskritischen und inklusiven Bildungspraxis!
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In einer zunehmend pluralen Gesellschaft stehen Schulen vor der Herausforderung, Diversität nicht nur zu erkennen, sondern aktiv als Bildungsressource zu nutzen.
Die erste Einheit dieses Spezialisierungsmoduls widmet sich grundlegenden Begriffen, Mechanismen und Wirkungen von Rassismus im schulischen Kontext. Im Fokus stehen race, ethnische Zugehörigkeit und kulturelle Differenz als soziale Konstruktionen, die über institutionelle Strukturen, Medien und Alltagspraxis unser Bildungssystem prägen.
Die Auseinandersetzung mit Rassismus wird dabei nicht als moralisches Appellfeld verstanden, sondern als fachlich fundierte Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Die Einheit bietet Lehrkräften eine reflexive Grundlage, um ihre pädagogische Praxis diskriminierungskritisch zu hinterfragen und inklusiv zu gestalten.
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Wählen Sie eine der unten stehenden Lektüren aus. Nachdem Sie sich mit dem Material beschäftigt haben, reflektieren Sie über die folgenden Fragen und Anregungen und schreiben Sie einen Text (insgesamt 200 Wörter):
- Reflektieren Sie über die Auswirkungen impliziter Voreingenommenheiten auf die Interaktionen der Schüler:innen und ihre Lernergebnisse. Überlegen Sie, wie diese Voreingenommenheiten Ihre eigenen Unterrichtspraktiken beeinflussen könnten. Reflektieren Sie über eine Situation, in der eine unbewusste Voreingenommenheit Ihr Verhalten oder Ihre Entscheidungen als Lehrkraft beeinflusst haben könnte.
- Welche Strategien können umgesetzt werden, um die Auswirkungen impliziter Voreingenommenheiten in Bildungseinrichtungen zu reduzieren? Identifizieren Sie konkrete Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre impliziten Voreingenommenheiten aufzudecken und anzugehen. Überlegen Sie, wie diese Strategien in Ihren täglichen Unterricht integriert werden können, um ein integrativeres Umfeld für alle Lernenden zu schaffen.
Lektüre:
Breese AC et al: Examining Implicit Biases of Pre-Service Educators Within a Professional Development Context
Neugebauer, M., & Klein, O. (2016): Profitieren Kinder mit Migrationshintergrund von pädagogischen Fachkräften mit Migrationshintergrund. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 68(2), 259-283.
Pit-Ten Cate IM & Glock S.: Teachers' Implicit Attitudes Toward Students From Different Social Groups: A Meta-Analysis
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Sehen Sie sich den Vortrag an
Lesen Sie den Text
„Überblick über die Migration seit Beginn der Menschheit“.
Nachdem Sie sich mit dem Material beschäftigt haben, denken Sie über eine der folgenden Fragen und Aufforderungen nach und verfassen Sie einen Text (insgesamt 200 Wörter):
- Wahrnehmungen ethnischer und kultureller Identitäten: Wie beeinflussen die Konzepte der Identitätsbildung und der Migration in Anbetracht der langen Geschichte der Migration und der Herausbildung ethnischer und kultureller Identitäten die Art und Weise, wie Sie Ihre Schüler:innen wahrnehmen und mit ihnen umgehen? Auf welche Weise könnten diese historischen Faktoren die Erfahrungen Ihrer Schüler:innen beeinflussen?
- Historische Migration und moderne Klassenzimmer: Überlegen Sie, wie die im Text beschriebenen historischen Migrationsprozesse die aktuelle kulturelle Vielfalt in Ihrem Klassenzimmer beeinflussen. Wie kann das Verständnis dieser historischen Bewegungen Ihrer Meinung nach dazu beitragen, dass Sie in Ihrer Unterrichtspraxis Schüler:innen mit unterschiedlichem Hintergrund besser unterstützen können?
- Bekämpfung von Stereotypen und Diskriminierung: Welche Strategien können Sie angesichts des Textes über die historischen Wurzeln von Rassismus und Ausgrenzung im Zusammenhang mit Migration in Ihrem Unterricht anwenden, um Stereotype und Diskriminierung zu bekämpfen? Wie kann ein Verständnis der Migrationsgeschichte dazu beitragen, ein integrativeres Umfeld für alle Schüler:nnen zu schaffen
- Wahrnehmungen ethnischer und kultureller Identitäten: Wie beeinflussen die Konzepte der Identitätsbildung und der Migration in Anbetracht der langen Geschichte der Migration und der Herausbildung ethnischer und kultureller Identitäten die Art und Weise, wie Sie Ihre Schüler:innen wahrnehmen und mit ihnen umgehen? Auf welche Weise könnten diese historischen Faktoren die Erfahrungen Ihrer Schüler:innen beeinflussen?
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Bitte verwenden Sie die unten stehenden Texte und beantworten Sie die folgenden Fragen / Aufforderungen zum Verfassen eines Textes (jeweils max. 150 Wörter):
- Reflektieren Sie Ihre eigene Sozialisation im Kontext von Ethnizität und Migration. Welche kulturellen, sozialen und politischen Einflüsse haben Ihr Verständnis von Ethnizität geprägt? Denken Sie über das Umfeld nach, in dem Sie aufgewachsen sind, einschließlich der Medien, der Gemeinschaft und des Bildungssystems. Wie hat dies Ihre Wahrnehmung der verschiedenen ethnischen Gruppen beeinflusst? Überlegen Sie, ob Sie aufgrund Ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder Ihres kulturellen Hintergrunds Privilegien oder Ausgrenzung erfahren haben. Wie könnten Ihre eigene Sozialisation und Ihre Erfahrungen Ihren Umgang mit Schülern unterschiedlicher Herkunft beeinflussen?
- Wie beeinflussen binäre Gegensätze, wie „wir“ gegen „die“, die Art und Weise, wie Schüler im Klassenzimmer wahrgenommen und behandelt werden? Überlegen Sie, ob es in Ihrem Arbeitsalltag Begriffe gibt, die regelmäßig für Personengruppen oder Schüler verwendet werden und die ungerechte oder vorurteilsbehaftete Wahrnehmungen im Sinne von binären Gegensätzen hervorrufen oder verstärken könnten. Fallen Ihnen Beispiele ein?
- Auf welche Weise können sich Mikroaggressionen in alltäglichen Interaktionen im Klassenzimmer manifestieren? Erinnern Sie sich an Situationen aus Ihrem Arbeitsalltag, in denen es zu Mikroaggressionen gekommen ist? Wie können Sie ihnen entgegenwirken und sie verhindern?
Lektüre:
Donlev et al (2025): Study on Diversity within the Teaching Profession with Particular Focus on Migrant and/or Minority Background.
Rochester Institute of Technology: Examples of Microagressions in the Classroom.
TUTOR Lesematerial: 1.1.3 Ethnizität - Race und die Konzeptualisierung des "Anderen". In: 1.1 Einführung in eine diverse Klasse.
Video:
1.1.3 Aufgabe: Ethnizität - Race und die Konzeptualisierung des "Anderen" by die Berater
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Wählen Sie bitte eine oder zwei der folgenden Lektüren aus. Nachdem Sie sich mit den Materialien auseinandergesetzt haben, reflektieren Sie über die folgenden Fragen und Aufforderungen und schreiben Sie einen Text (max. ca. 300 Wörter):
- Wie beeinflussen sich überschneidende Aspekte der Identität, wie Race, Religion, Geschlecht und Nationalität, die Erfahrungen von Schüler:innen und Lehrer:innen in Bildungsumgebungen? Überlegen Sie, wie sich diese sich überschneidenden Identitäten auf die Teilnahme der Schüler:innen, ihr Zugehörigkeitsgefühl und ihre schulischen Leistungen auswirken könnten. Denken Sie über Ihre Beobachtungen oder Erfahrungen in Bildungskontexten nach.
- Wie können Unterrichtspraktiken und Schulrichtlinien angepasst werden, um Schüler:innen mit komplexen, vielschichtigen Identitäten besser zu unterstützen? Reflektieren Sie über bestimmte Richtlinien oder Praktiken in Ihrer Schule oder Ihrem Klassenzimmer. Gibt es Bereiche, in denen Anpassungen vorgenommen werden könnten, um den unterschiedlichen Identitäten der Schüler:innen besser gerecht zu werden und sie zu unterstützen? Überlegen Sie, wie die Inklusion durch Änderungen in der Unterrichtsgestaltung, im Lehrplan oder in der Schulkultur verbessert werden könnte.
- Überlegen Sie, welche Rolle die Identität bei der Gestaltung von Bildungserfahrungen spielt. Wie können Lehrkräfte ein Unterrichtsumfeld schaffen, das die unterschiedlichen Identitäten aller Schüler:innen anerkennt und wertschätzt? Überlegen Sie, welche Strategien Sie derzeit anwenden oder umsetzen könnten, um sicherzustellen, dass sich alle Schüler:innen im Klassenzimmer gesehen und wertgeschätzt fühlen. Überlegen Sie, wie Sie Voreingenommenheiten begegnen, die Inklusion fördern und die unterschiedlichen Hintergründe Ihrer Schüler:innen würdigen können.
Erstellen Sie auf der Grundlage Ihrer Überlegungen einen kurzen Plan, in dem Sie darlegen, wie Sie Unterrichtspraktiken oder Schulrichtlinien anpassen könnten, um Schüler:innen mit vielfältigen Identitäten besser zu unterstützen.
Lektüre:
Azmitia, M., & Thomas, V. (2015): Intersectionality and the Development of Self and Identity. Emerging Trends in the Social and Behavioral Sciences
Ghavami, N., Katsiaficas, D., & Rogers, L. O. (2020): How Racial/Ethnic Diversity in Urban Schools Shapes Intergroup Relations and Well-Being: Unpacking Intersectionality and Multiple Identities Perspectives
Hagedorn, J. (2014): Jugend, Schule und Identität. Springer Fachmedien Wiesbaden.
Video:
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In dieser Einheit beschäftigen wir uns mit zentralen theoretischen Grundlagen und Konzepten, die für das Lehren und Lernen in kulturell, ethnisch und sprachlich vielfältigen Klassenzimmern wesentlich sind.
Wir betrachten Ansätze wie den pädagogischen Takt im Kontext von Diversität, die Idee des „dritten Raums“ als Möglichkeitsraum für Identitätsentwicklung sowie die Prinzipien kultursensiblen Unterrichts.
Dabei geht es nicht nur darum, Vielfalt anzuerkennen, sondern auch darum, reflexive Haltungen, ethische Sensibilität und handlungsleitende Kompetenzen zu entwickeln, die eine inklusive und gerechte Bildungspraxis ermöglichen.Um die Theorie mit konkreten Herausforderungen aus der Praxis zu verbinden, analysieren wir im Verlauf dieser Einheit die Fallstudie „When Diversity as a Resource is Not Enough“ (Forghani-Arani et al., 2019), die die komplexen Spannungsfelder pädagogischen Handelns in diversen Klassenzimmern exemplarisch verdeutlicht.
Die Auseinandersetzung mit diesen Konzepten und Beispielen soll Ihnen helfen, komplexe Situationen im Unterricht besser zu verstehen und bewusste, verantwortungsvolle Entscheidungen im Umgang mit Differenz zu treffen.
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Diese Übung soll Sie dabei unterstützen, Ihre eigene Haltung im Hinblick auf kulturelle Vielfalt zu reflektieren, strategische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und zu überlegen (oder zu erproben), wie Sie kultursensibles Lehren konkret umsetzen können – sei es in Ihrer aktuellen Unterrichtspraxis oder im Rahmen zukünftiger Unterrichtssituationen.
Bitte verfassen Sie zu Teil 1 und Teil 2 jeweils einen kurzen Text (je max. 100 Wörter), in dem Sie die Kernaussagen Ihrer Überlegungen oder Erfahrungen festhalten.
Teil 1: Kultursensible Haltung und Unterrichtsstrategien entwickeln
Ein kultursensibler Unterricht lebt von einer authentischen, offenen und respektvollen Haltung. Er beginnt mit der Bereitschaft, zuzuhören, Vielfalt anzuerkennen und Differenz wertzuschätzen.
- Erinnern Sie sich an eine konkrete Situation im Unterricht (oder stellen Sie sich eine realistische Lernsituation vor), in der Empathie, kultureller Respekt oder Sensibilität für Vielfalt hilfreich gewesen wären. Wie hätte sich der Verlauf möglicherweise verändert?
- Reflektieren Sie, wie eine kultursensible Haltung den Umgang mit Lernenden positiv prägen kann.
Nennen Sie anschließend drei konkrete Möglichkeiten, wie Sie in Ihrem aktuellen oder zukünftigen Unterricht kulturell relevante Inhalte oder Perspektiven integrieren könnten – z. B. durch vielfältige Materialien, Literatur, Beispiele aus verschiedenen Kulturen oder mehrsprachige Methoden.
Teil 2: Austausch, Feedback und Umsetzungsplanung
Kultursensibles Lehren entwickelt sich weiter durch kollegiale Reflexion, kritisches Feedback und konkrete Planung.
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Wenn Sie bereits unterrichten: Inwiefern spiegelt Ihre aktuelle Praxis bereits eine kultursensible Haltung wider? Was wollen Sie konkret erproben, und wo könnten Herausforderungen auftreten?
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Wenn Sie noch nicht selbst unterrichten: Welche geplanten Maßnahmen erscheinen Ihnen realistisch, und wie könnten Sie diese vorbereiten oder reflektieren?
Nutzen Sie kollegialen Austausch oder Gespräche mit Mitstudierenden, um Ihre Planung zu schärfen. Formulieren Sie anschließend eine realistische Maßnahme, die Sie umsetzen möchten – jetzt oder in Ihrer späteren Unterrichtspraxis.
Lektürehinweis:
Gay, G. (2018): Preparing for culturally responsive teaching.
Hammond, Z. (2015): Culturally responsive teaching and the brain: Promoting authentic engagement and rigor among culturally and linguistically diverse students.
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Diese Übung hilft Ihnen, pädagogische Entscheidungsprozesse in komplexen, kulturell vielfältigen Unterrichtssituationen zu analysieren, zu reflektieren und sich mit möglichen professionellen Reaktionen auseinanderzusetzen. Dabei sollen Sie sowohl Ihre Haltung als auch konkrete Handlungsstrategien in den Blick nehmen.
- Lesen Sie erneut die Fallstudie aus dem Lesematerial erneut!
„When Diversity as a Resource is not Enough“ (Forghani-Arani et al, 2019).
- Lesen Sie anschließend den begleitenden Analysetext, der die Fallstudie theoretisch einordnet und zentrale Spannungsfelder aufzeigt!
Fallstudie - Analyse
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Bearbeiten Sie dann die Aufgaben A und B schriftlich und laden Sie Ihre Ergebnisse hier hoch!
Siehe unten: Aufgaben A und B
- Lassen Sie sich durch diesen Input zu weiterführenden Überlegungen zur Fallstudie inspirieren.
Fallstudie - weiterführende Überlegungen
Aufgabe A: Pädagogische Entscheidungen im Spannungsfeld
In der Fallstudie trifft die Lehrkraft zwei zentrale Entscheidungen:
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Die Perspektive eines Schülers aktiv in den Unterricht einzubringen.
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Die Diskussion abzubrechen, als diese Perspektive irritierend wird.
Diese Situation wirft Fragen nach pädagogischen Verpflichtungen auf: Pluralität anerkennen, offen für andere Perspektiven sein, Fürsorge zeigen, aber auch Schutz gewährleisten.
Bitte beantworten Sie schriftlich (max. 150 Wörter):
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Warum, glauben Sie, hat die Lehrkraft vorgeschlagen, das Thema zu wechseln?
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Was hätte passieren können, wenn das Gespräch fortgesetzt worden wäre?
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Inwiefern steht ihre Reaktion im Einklang – oder im Widerspruch – zu ihrem erklärten Ziel, Vielfalt im Unterricht zu würdigen?
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Wie hätten Sie selbst auf die Situation reagiert?
Aufgabe B: Unterstützende Methoden reflektieren und auswählen
Schauen Sie sich die hier beschriebenen
pädagogischen Methoden an. Diese wurden entwickelt, um Schüler:innen in herausfordernden Situationen zu unterstützen und ethische, kulturelle oder emotionale Spannungsfelder produktiv zu bearbeiten.
Ihre Aufgabe:
Wählen Sie eines dieser Hilfsmittel aus – oder denken Sie an ein vergleichbares eigenes Werkzeug.
Beschreiben Sie wie Sie dieses in der gegebenen Unterrichtssituation oder im Anschluss daran einsetzen würden, um Dialog, Reflexion oder Selbstregulation zu fördern. (max. 100 Wörter) - Lesen Sie erneut die Fallstudie aus dem Lesematerial erneut!
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In dieser Einheit geht es darum, wie kulturelle Vielfalt gezielt und differenziert in schulische Lehrmittel, Unterrichtsmethoden und Lernumgebungen integriert werden kann.
Sie lernen praxisnahe Strategien kennen, um kulturell relevante Inhalte fächerübergreifend einzubinden, ohne dabei die Anforderungen an Prüfungsinhalte aus dem Blick zu verlieren. Ein besonderer Fokus liegt darauf, kulturelle Perspektiven sichtbar zu machen, analytische Kompetenzen zu stärken und die gesellschaftliche Lebenswirklichkeit der Schüler:innen in den Unterricht einzubeziehen.Darüber hinaus reflektieren Sie, wie Stereotype und unbewusste Voreingenommenheiten die Lernchancen von Schüler:innen mit Migrationshintergrund oder von ethnischen Minderheiten beeinflussen können. Ziel ist es, Strategien zum bewussten Abbau dieser Barrieren zu entwickeln und ein inklusives, wertschätzendes Lernumfeld zu fördern, in dem alle Schüler:innen ihr Potenzial entfalten können.
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
- Wählen Sie eine Unterrichtseinheit aus, die Sie bereits unterrichten (oder im Studium kennengelernt) haben – oder denken Sie sich eine fächerübergreifende Einheit aus.
- Entwickeln Sie auf dieser Basis einen Kurzentwurf für eine interdisziplinäre Lerneinheit (ca. 150–200 Wörter), in der kulturelle Vielfalt explizit berücksichtigt wird. Gehen Sie dabei auf folgende Punkte ein:
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- Fächerkombination: Welche Fächer verknüpfen Sie und warum?
- Lernziele: Was sollen die Schüler:innen inhaltlich, methodisch und im Hinblick auf Vielfalt/soziale Gerechtigkeit lernen?
- Bezug zur Lebenswelt der Lernenden: Wie binden Sie die Erfahrungen oder Perspektiven von Schüler:innen mit Migrationsbiografie oder aus ethnischen Minderheiten ein?
- Prüfungsrelevanz: Wie stärken Sie gleichzeitig prüfungsbezogene Kompetenzen (z. B. Analysefähigkeit, Argumentation, Quellenarbeit)?
3. Ergänzen Sie optional in 2–3 Sätzen, welche Herausforderungen Sie bei der Umsetzung erwarten und wie Sie diesen begegnen würden.
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
In dieser Aufgabe geht es darum, konkrete Wege zu entwickeln, wie Sie unterschiedliche Perspektiven aktiv in Ihre Unterrichtsgestaltung einbeziehen und so Perspektivenvielfalt sichtbar machen können.
Bitte wählen Sie mindestens zwei der unten vorgeschlagenen Literaturquellen aus. Verfassen Sie anschließend einen reflektierenden Text (ca. 250 Wörter), in dem Sie sich mit den folgenden Leitfragen auseinandersetzen:
- Wie können Sie unterschiedliche kulturelle Perspektiven systematisch in Ihren Lehrplan oder in Klassendiskussionen integrieren?
- Welche konkreten Methoden eignen sich, um ein inklusives Klassenklima zu fördern, in dem Schüler:innen sich mit ihren eigenen Erfahrungen gesehen und wertgeschätzt fühlen?
- Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit Schüler:innen ihre Perspektiven sicher und bestärkt einbringen können?
- Wie lassen sich Gelegenheiten im Unterricht gestalten, in denen kulturelle Erlebnisse, Narrative oder Sichtweisen der Schüler:innen thematisiert werden?
- Welche Aufgaben- oder Projektformate würden Sie nutzen, um die Auseinandersetzung mit kultureller Identität zu fördern?
- Optional: Mit welchen Herausforderungen rechnen Sie bei der Umsetzung – und welche Strategien könnten helfen, diese zu überwinden?
Vorgeschlagene Lektüre:
Howard, T. C. (2003): Culturally Relevant Pedagogy: Ingredients for Critical Teacher Reflection.
Villegas, A. M. & Lucas, T. (2002): Preparing Culturally Responsive Teachers: Rethinking the Curriculum.
Gay, G. (2002):Preparing for Culturally Responsive Teaching.
Gay, G. (2000): Power Pedagogy through Cultural Responsiveness. In Culturally Responsive Teaching.
FasterCapital (2024): Cultural challenge in education.
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Lesen Sie die Lektüre
1.3.5 Equity Pedagogy und Universal Design for Learning (UDL).
Bearbeiten Sie dann eine der zwei folgenden Aufgabenstellungen:
1. Planung einer Aktivität auf Basis der Equity Pedagogy
Entwerfen Sie dann eine Lernaktivität, bei der Sie die Prinzipien der Equity Pedagogy gezielt für kulturell vielfältige Schüler:innen in Ihrem Klassenzimmer anwenden. Beschreiben Sie in 100–150 Wörtern, wie Sie die Aktivität gestalten, organisieren und umsetzen würden.
Hinweise zur Bearbeitung:
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Schüler:innenprofile einbeziehen: Berücksichtigen Sie kulturelle Hintergründe, Lernstile, sprachliche Kompetenzen und Interessen Ihrer Schüler:innen.
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Vielfältige Methoden verwenden: Kombinieren Sie z. B. Gruppenarbeit, persönliche Reflexion oder Storytelling-Elemente, um möglichst viele Zugänge zu ermöglichen.
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Tipp: Lassen Sie Ihre Idee ggf. vorab von Kolleg:innen oder Mentor:innen einschätzen, um sie zu optimieren.
2. Unterrichtsplanung mit Universal Design for Learning (UDL)
Erstellen Sie einen Unterrichtsplan (oder einen Ausschnitt daraus), der die drei Kernprinzipien von UDL berücksichtigt. Beschreiben Sie in 100–150 Wörtern, wie Ihre Unterrichtseinheit sicherstellt, dass alle Schüler:innen – unabhängig von Fähigkeiten, Sprache oder Hintergrund – aktiv und gleichberechtigt teilnehmen können.
Hinweise zur Bearbeitung:
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Inhalte differenzieren: Nutzen Sie unterschiedliche Medien (Videos, Texte, Bilder, Grafiken), um verschiedene Zugänge zu schaffen.
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Wahlmöglichkeiten geben: Erlauben Sie den Schüler:innen, zwischen verschiedenen Ausdrucksformen (z. B. Präsentation, Text, Collage) zu wählen.
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Flexibilität ermöglichen: Passen Sie Tempo, Umfang und Zugang individuell an – z. B. durch mehr Zeit, optionale Aufgaben oder individuelle Unterstützung.
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Tipps:
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Vorerfahrungen nutzen: Knüpfen Sie an das Wissen und die Lebenswelt der Schüler:innen an.
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Ermutigen Sie zur Zusammenarbeit: Setzen Sie auf kooperative Lernformen, um Dialog und gegenseitige Unterstützung zu ermöglichen.
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Reflexion ermöglichen: Planen Sie zum Abschluss für die Vertiefung des Verständnisses Zeit für individuelle oder gemeinsame Reflexion ein.
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Kognitive Dissonanz als Lernimpuls in diversen Klassenzimmern
Lesen Sie die Lektüre
1.3.6 Wissenskonstruktion über theoretische und praxisorientierte Grundlagen zur Frage, wie Wissen entsteht, vermittelt und von Lernenden verarbeitet wird – insbesondere in kulturell, sprachlich und sozial vielfältigen Klassenzimmern.
Wählen Sie dann eine der zwei Aufgaben aus und laden Sie Ihr Ergebnis (max. 300 Wörter) hoch.
Aufgabe 1: Analyse kognitiver Dissonanz in Ihrem Klassenzimmer
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- Denken Sie an eine Situation in Ihrem Unterricht, in der Ihre Schüler:innen möglicherweise kognitive Dissonanz erlebt haben – sei es durch Klassendiskussionen, Aufgaben oder Interaktionen mit ihren Mitschüler:innen.
Beschreiben Sie die Situation: Welche Überzeugung oder Annahme wurde infrage gestellt? Wie haben die Schüler:innen darauf reagiert?
Reflexionsfragen:
- Denken Sie an eine Situation in Ihrem Unterricht, in der Ihre Schüler:innen möglicherweise kognitive Dissonanz erlebt haben – sei es durch Klassendiskussionen, Aufgaben oder Interaktionen mit ihren Mitschüler:innen.
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- Wie sind Sie mit dem Unbehagen oder Konflikt umgegangen, der entstanden ist?
- Haben die Schüler:innen die Dissonanz erkannt und verarbeitet, oder haben sie versucht, ihr auszuweichen (z. B. durch Ausreden)?
- Wie hätten Sie die Aktivität oder Diskussion anders strukturieren können, um ihr kritisches Denken und Lernen besser zu unterstützen?
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2. Basierend auf dieser Reflexion erstellen Sie einen Plan, wie Sie eine Lernaktivität gestalten könnten, die die Überzeugungen oder vorgefassten Meinungen der Schüler:innen auf eine sichere und unterstützende Weise herausfordert. Dies kann sich auf ein
beliebiges Thema oder Fach in Ihrem Lehrplan beziehen.
Erstellen Sie eine kurze Beschreibung der Unterrichtseinheit, der spezifischen Dissonanz, die Sie hervorrufen möchten, und der Art und Weise, wie Sie Ihre Schüler:innen dabei begleiten, um sinnvolles Lernen zu fördern.
3. Optional: Führen Sie diese Aktivität in Ihrem Klassenzimmer durch und beobachten Sie, wie Ihre Schüler:innen darauf reagieren. Reflektieren Sie die Ergebnisse und notieren Sie Veränderungen in ihrem Denken, ihren Einstellungen oder ihrem
Engagement.Aufgabe 2: Förderung des Peer Tutorings in diversen Klassenzimmern
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- Betrachten Sie die besprochenen Theorien zur Wissenskonstruktion (z. B. Vygotskys Zone der proximalen Entwicklung und Peer-Tutoring). Denken Sie darüber nach, wie Peer-Tutoring derzeit in Ihrem Klassenzimmer stattfindet.
Beschreiben Sie die Situation: Wie interagieren die Schüler:innen miteinander und wie lernen sie voneinander? Beteiligen sich alle Schüler:innen gleichermaßen oder dominieren einige die Gespräche, während andere schweigen? Werden in Ihrem Klassenzimmer unterschiedliche Perspektiven geteilt und geschätzt?
Reflexionsfragen:
- Betrachten Sie die besprochenen Theorien zur Wissenskonstruktion (z. B. Vygotskys Zone der proximalen Entwicklung und Peer-Tutoring). Denken Sie darüber nach, wie Peer-Tutoring derzeit in Ihrem Klassenzimmer stattfindet.
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- Wie unterstützen Sie derzeit das Peer-Tutoring?
- Gibt es Barrieren (sozialer, kultureller oder akademischer Art), die einige Schüler:innen daran hindern, sich voll und ganz auf diese Interaktionen einzulassen?
- Wie erkennen und beziehen Sie die Stärken von Studierenden mit unterschiedlichen Hintergründen oder Fachwissen ein?
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2. Entwerfen Sie eine Aktivität, die das Peer-Tutoring und die Zusammenarbeit in Ihrem Klassenzimmer fördert.
Achten Sie darauf, dass alle Schüler:innen die Möglichkeit haben, einen Beitrag zu leisten, und dass unterschiedliche Perspektiven eingebracht werden. Sie können beispielsweise Gruppenprojekte zuweisen, bei denen alle Lernenden je nach ihren Stärken eine bestimmte Rolle übernehmen, oder strukturierte Peer-Diskussionen organisieren, bei denen Schüler:innen mit unterschiedlichen Hintergründen ihre Erkenntnisse zu einem Thema austauschen.
Formulieren Sie die Aktivität:-
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- Was ist das Ziel der Aktivität?
- Wie werden Sie die Peer-Interaktionen strukturieren, um eine inklusive Teilnahme zu gewährleisten?
- Welche konkreten Schritte werden Sie unternehmen, um sicherzustellen, dass diverse Stimmen und Perspektiven vertreten sind?
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3. Optional: Führen Sie die Peer-Tutoring-Aktivität in Ihrem Klassenzimmer durch und reflektieren Sie die Ergebnisse. Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen: Waren alle Schüler:innen engagiert? Hat die Aktivität dazu beigetragen, Verständnislücken zu
schließen? Wie hat sie den Wissensaufbau durch soziale Interaktion gefördert? -
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
In dieser Aufgabe lernen Sie zwei Varianten des Privilege Walks kennen und erhalten für die Umsetzung notwendige Materialien.
Zusätzlich werden Sie sich im Anschluss auch kritisch mit dieser Methode befassen und reflektieren.
Diese Aufgabe besteht aus zwei Teilen:
1. Klicken Sie sich durch den
Privilege Walk.
2. Schauen Sie sich das
Material Privilegienspiel an und überlegen Sie, ob Sie das Spiel oder den Privilege Walk in Ihre Lehrtätigkeit einbinden würden.
3. Empfehlung: Zusätzlich können Sie den Auszug aus der Studie
The Limits of White Privilege Pedagogy: A Reflective Essay on Using Privilege Walks in the College Classroom. Journal of the Scholarship of Teaching and Learning, 24(1), 76-100. (Dundon, A., Stoddard, E., Pfeifer, G., & Noyola, N. (2024). lesen und in Ihre Überlegungen einbinden.
Erstellen Sie ein kurzes Planungsblatt zum Spiel und beschreiben Sie nötige Anpassungen für Ihre Klasse / Lehrer:innenteam. Legen Sie dar, worauf Sie bei der Umsetzung besonderen Wert legen würden – oder begründen Sie, warum das Spiel für Ihren Kontext ungeeignet ist. (ca. 400 Wörter)
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Am Ende des Spezialisierungsmoduls 1 laden Sie hier Ihr reflektierendes Lerntagebuch hoch. Der Umfang sollte etwa 400 – 1000 Wörter betragen.
Ihre Reflexion sollte persönliche Einsichten, Wahrnehmungen, sich entwickelnde Haltungen, praktische Anwendungen im Unterricht (bzw. angedachte Ansätze) sowie Herausforderungen behandeln, die Sie im Kontext inklusiver Bildung erkennen.
Gestaltung und Schwerpunkte des Tagebuchs sind frei wählbar. Als Orientierung können Sie:
- eigene Fragestellungen entwickeln,
- auf Reflexionsfragen aus nicht eingereichten Aufgabenstellungen zurückgreifen,
- oder die Reflexionsfragen verwenden, die in den einzelnen Leseunterlagen enthalten sind.
Hier finden Sie nochmals den kurzen Leitfaden mit Hinweisen zum Führen des Lerntagebuchs.
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Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
In Ihrem Praxisprojekt bearbeiten Sie ein selbstgewähltes Thema aus einem der Spezialisierungsbereiche von TUTOR. Ziel ist es, eine eigene kleine Überlegung oder kurze Planung durchzuführen (z. B. ein Interview, eine Unterrichtsplanung, eine Beobachtung usw.).
Planen Sie Ihr Lernprojekt! Dieser Leitfaden unterstützt Sie bei Ihrem Vorgehen.
Laden Sie Ihre Projektplanung hier hoch! -
Geöffnet: Mittwoch, 1. Oktober 2025, 00:00Fällig: Mittwoch, 5. November 2025, 23:59
Verwenden Sie diese
BERICHTSVORLAGE FÜR IHR PRAXISPROJEKT!
Füllen Sie die Berichtsvorlage aus und laden Sie sie hier hoch!
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