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Sprache ist nie neutral. Sie kann verbinden oder ausschließen, stärken oder verletzen, Zugehörigkeit vermitteln oder Barrieren errichten. Gerade in der Schule – einem Ort des Lernens, der Begegnung und des sozialen Miteinanders – spielt Sprache eine zentrale Rolle für das Gelingen inklusiver Bildung.
In dieser Einheit setzen Sie sich mit der Bedeutung von Sprache im schulischen Alltag auseinander: Welche Begriffe verwenden wir – bewusst oder unbewusst? Welche Botschaften senden wir durch Formulierungen, Beispiele oder Symbole? Und wie können wir durch sprachliches Handeln eine Lernumgebung schaffen, in der sich alle Schüler:innen gesehen, angesprochen und respektiert fühlen?
Die Einheit lädt Sie ein, Ihren eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren, verschiedene Perspektiven auf inklusive Sprache kennenzulernen und Möglichkeiten zu entdecken, Sprache bewusst als Instrument für Teilhabe, Anerkennung und Gerechtigkeit zu nutzen.
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Άνοιξε: Τετάρτη, 1 Οκτωβρίου 2025, 12:00 AMΛήξη: Δευτέρα, 20 Οκτωβρίου 2025, 11:59 PM
Um diese Lernaktivität abzuschließen, wählen Sie bitte eine oder zwei der untenstehenden Lektüreempfehlungen aus und bearbeiten Sie die folgenden Fragen/Vorgaben (150 Wörter):
- Inwiefern kann die im schulischen Alltag und in institutionellen Kontexten verwendete Sprache bestehende gesellschaftliche oder systemische Barrieren verstärken?
- Reflektieren Sie Ihre eigene pädagogische Praxis: In welchen Situationen hinterfragen Sie Ihren Sprachgebrauch oder Ihre verwendeten Begriffe?
- Wie sicher fühlen Sie sich im Umgang mit aktueller und respektvoller Terminologie im Zusammenhang mit Themen wie Rassismus, sozialer Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit oder sexueller und geschlechtlicher Vielfalt (z. B. LGBTQI+)?
Empfohlene Lektüre:
Galloway et al. (2019): Culturally Responsive, Antiracist, or Anti Oppressive? How Language Matters for School Change Efforts.
Kaufman und Killen (2022): Children’s Perspectives on Fairness and Inclusivity in the Classroom.
Pokitsch, D. (2022): Wer spricht? Sprachbezogene Subjektivierungsprozesse in der Schule der Migrationsgesellschaft.
Jäckle, M. (2009): Schule M(m)acht Geschlechter.
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Άνοιξε: Τετάρτη, 1 Οκτωβρίου 2025, 12:00 AMΛήξη: Δευτέρα, 20 Οκτωβρίου 2025, 11:59 PM
Reflexion: Schweigen im Bildungskontext verstehen und anerkennen
Reflektieren Sie auf Basis der Inhalte dieser Einheit, wie Ihre eigenen Werte, Überzeugungen, Vorannahmen und möglichen Vorurteile im Hinblick auf Schweigen durch Ihre Bildungs- und Kulturerfahrungen geprägt wurden.
Wie können Sie dieses Bewusstsein nutzen, um eine Lernumgebung zu gestalten, die unterschiedliche Formen der Beteiligung – sowohl verbale als auch stille – respektiert und fördert?Verfassen Sie einen kurzen Reflexionsaufsatz (300 – 400 Wörter), in dem Sie folgende Aspekte berücksichtigen:
- Analysieren Sie Ihre bisherigen Erfahrungen mit Schweigen im Bildungskontext – sei es als Lehrkraft, Studierende:r oder Teilnehmende:r in anderen Lernumgebungen.
- Berücksichtigen Sie, welchen Einfluss kulturelle und soziale Kontexte auf Ihre Wahrnehmung und Bewertung von Schweigen haben könnten.
- Entwickeln Sie erste Überlegungen oder konkrete Strategien, wie Sie Lernräume schaffen können, in denen verschiedene Ausdrucksformen – auch stille – als wertvolle Beiträge anerkannt werden.
Hanna, A. (2021): Silence at school: Uses and experiences of silence in pedagogy at a secondary school.British Educational Research Journal, 47(5), 1158-1176
Prokitsch, D. (2022): Wer spricht? Sprachbezogene Subjektivierungsprozesse in der Schule der Migrationsgesellschaft.