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Willkommen im Spezialisierungsmodul 2 des TUTOR-Kurses!
Dieses Modul unterstützt Sie dabei, Ihren professionellen Handlungsspielraum im Umgang mit Vielfalt – insbesondere im Hinblick auf geschlechtliche und sexuelle Identität – zu erweitern. Ziel ist es, ein inklusives, sicheres und bestärkendes Lernumfeld für LGBTQI+-Schüler:innen zu gestalten und dauerhaft zu verankern.
Sie erwerben fundiertes Wissen über die Herausforderungen, mit denen LGBTQI+-Lernende im schulischen Alltag konfrontiert sind, etwa im Bereich von Sichtbarkeit, Zugehörigkeit, Schutz vor Diskriminierung und Bildungsbeteiligung. Das Modul fördert Ihre Fähigkeit, die eigene Haltung zu reflektieren, diskriminierende Strukturen und Mikroaggressionen zu erkennen und angemessen zu handeln.
Ein besonderer Fokus liegt auf der kritischen Analyse schulischer Strukturen und Materialien:
Wie sprechen wir im Unterricht über Geschlecht, Beziehungen, Körper und Identität? Welche impliziten Normen vermitteln unsere Unterrichtsmaterialien? Wie können wir Sichtbarkeit und Teilhabe aktiv stärken?Lernziele des Moduls sind:
- Grundlegende Begriffe und Konzepte im Zusammenhang mit sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck und körperlichen Geschlechtsmerkmalen definieren und anwenden können und im schulischen Kontext sensibel zu berücksichtigen.
- Die Bedeutung einer geschlechtergerechten und inklusiven Sprache zu reflektieren und diese aktiv im eigenen Unterricht umzusetzen.
- Die historische Entwicklung und rechtliche Gleichstellung von LGBTQI+-Personen in Österreich einzuordnen.
- Aktuelle Herausforderungen von LGBTQI+-Personen in Österreich zu kennen – insbesondere im Bildungsbereich.
- Diskriminierung, Mobbing und Mikroaggressionen gegenüber LGBTQI+-Lernenden zu erkennen und angemessen zu intervenieren.
- Intersektionale Perspektiven zu verstehen und zu erklären, wie Mehrfachdiskriminierung (z. B. bei queeren Menschen mit Migrationshintergrund oder Behinderung) wirkt.
- Sichtbarkeit und Repräsentation queerer Identitäten im Unterricht, in Materialien und in schulischen Strukturen aktiv zu stärken.
- Eigene Haltungen und Normvorstellungen kritisch zu reflektieren, um eine diskriminierungssensible schulische Praxis zu fördern.
- Mit Sensibilität und Offenheit auf LGBTQI+-Schüler:innen, Kolleg:innen, Familien und andere schulische Akteur:innen zuzugehen.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge, Ihre Erfahrungen und Ihre Bereitschaft, Schule gemeinsam diskriminierungskritisch weiterzudenken – für ein respektvolles Miteinander, in dem alle Schüler:innen sichtbar, sicher und wertgeschätzt lernen können.