Zum Abschluss der Einheit „Reflexionen zur Sprache in der Praxis“ bitten wir Sie, über die Frage nachzudenken, wie Ihre eigenen Werte, Überzeugungen und möglichen Vorurteile Ihr Denken und Handeln im Bildungskontext beeinflussen.
Leitfrage:
Wie prägen Ihre persönlichen Erfahrungen, Werte und Vorannahmen Ihren Umgang mit Vielfalt im Bildungsbereich? Und wie können Sie Reflexivität gezielt einsetzen, um diese Haltungen zu hinterfragen und aktiv zu einer inklusiven und gerechten Lernumgebung beizutragen?
Zur Strukturierung Ihrer Reflexion (ca. 400 – 500 Wörter) können Sie folgende Aspekte berücksichtigen:
- Wie wirken sich Ihre eigenen Werte und Vorannahmen auf Ihre (zukünftige) Rolle als Lehrkraft aus – z. B. bei der Auswahl von Inhalten, dem Umgang mit Schüler:innen oder der Gestaltung von Lernumgebungen?
- Welche Rolle spielt Reflexivität dabei – sowohl im Sinne einer kritischen Selbstbetrachtung als auch als Methode, um Handlungen bewusster zu gestalten?
- Welche konkreten Strategien oder Schritte möchten Sie ergreifen, um eigene (implizite oder explizite) Vorurteile zu erkennen und langfristig abzubauen?
Zur Bearbeitung dieser Aufgabe können Sie das in der Einheit erworbene Wissen durch die folgenden Ressourcen ergänzen:
Heinemann, A. M. B., & Khakpour, N. (Hrsg.). (2019): Pädagogik sprechen: Die sprachliche Reproduktion gewaltvoller Ordnungen in der Migrationsgesellschaft. J.B. Metzler.
Kämper, H. (2020): Sprachliche Gewalt und Political Correctness: Warum es vernünftig ist, dass Sprachgebrauch ethischen Regeln folgt. In: Political Correctness und pädagogische Kritik (S. 55–74).
-> zur Frage, wie Werte und Vorurteile durch soziale Umgebungen geprägt werden
Chimamanda Ngozi Adichie: The Danger of a Single Story (TED-Talk, ca. 20 min)
–> als Denkanstoß dazu, wie stereotype Narrative unser Weltbild prägen können.