Lernumgebungen sind nicht nur Räume, in denen Wissen vermittelt wird – sie spiegeln auch gesellschaftliche Strukturen, Normen und Machtverhältnisse wider. Wer dort ein- oder ausgeschlossen wird, wer sichtbar ist oder übersehen wird, wer mitgestalten darf oder nicht, ist nicht zufällig. In dieser Übung reflektieren Sie, inwiefern Schule als Spiegel gesellschaftlicher Chancen und Barrieren wirkt – und wie Sie mit Ihrer eigenen pädagogischen Praxis darauf Einfluss nehmen können.
Quellen zur Vorbereitung:
Burgstahler, S. (2009): Universal Design in Education: Principles and Applications
Gay, G. (2018): Culturally Responsive Teaching
Humrich, M., Pfaff, N., Dirim, I. & Freitag, C. 82016): Kulturen der Bildung.
Ladson-Billings, G. & Tate, W. F. (1995): Toward a Critical Race Theory of Education
Prengel, A. (2019): Pädagogik der Vielfalt.
Woolner, P. (2010): The Design of Learning Spaces
Jennings, P. A. & Greenberg, M. T. (2009): The Prosocial Classroom
Tipp: Sie können auch eigenes wissenschaftliches Material verwenden
Persönlicher Reflexionsaufsatz (max. 400 Wörter):
Bitte verfassen Sie einen kurzen Aufsatz, in dem Sie Ihre wichtigsten Lernerkenntnisse aus Einheit 0.5.2 zusammenfassen. Gehen Sie dabei insbesondere auf folgende Leitfragen ein:
• Inwiefern erleben oder verstehen Sie die Schule bzw. das Klassenzimmer als Abbild gesellschaftlicher Strukturen?
• Welche Barrieren oder Ausschlüsse können in Lernumgebungen – bewusst oder unbewusst – entstehen?
• Welche Chancen sehen Sie, durch Gestaltung, Haltung und Methodik zu mehr Inklusion beizutragen?
• Wie möchten Sie in Ihrer zukünftigen (oder aktuellen) Rolle als Lehrkraft auf eine inklusive Lernumgebung hinwirken?
Hinweis: Ihre Reflexion kann sich auf eigene Schul- oder Lehrerfahrungen, Beobachtungen im Studium oder Inhalte aus dem Kurs beziehen. Auch hypothetische Szenarien oder Visionen für Ihre zukünftige Praxis sind willkommen.